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WPW-Syndrom (Wolff Parkinson White)

Ein normales Herz schlägt in der Regel regelmäßig, etwa 60-100 mal pro Minute. Kreisende Erregungsströme sorgen beim WPW-Syndrom für hohe Herzfrequenzen.

Isar Herz Zentrum München: Katheter-Ablation bei WPW-Syndrom (Patienteninformation)

Grafik: Tom Lück

Das sogenannte Wolff-Parkinson-White Syndrom gehört zu den Prä-Exitationssyndromen. Durch zusätzliche schnell leitende Bahnen (akzessorische Bündel wie z.B. das Kent-Bündel) können kreisende Erregungen entstehen. Normalerweise hemmt der AV-Knoten (s. Abbildung)die Erregungsleitung auf die Kammern. Durch die schnelle rückwärtige Leitung (retrograde Leitung) können Erregungen noch vor dem nächsten Sinus-Schlag übergeleitet werden. So können kreisende Erregungen entstehen, bei denen der Herzschlag Frequenzen zwischen 160 und 240 Schlägen pro Minute annimmt. Solche "Extra-Bahnen" führen häufig zu akutem Herzrasen schon in Ruhe, es entstehen anfallsartige Tachykardien (paroxysmale Tachykardien). Charakteristisch ist der plötzliche Beginn und das abrupte Ende (on-off Phänomen).
 
Isar Herz Zentrum München: EKG bei WPW-Syndrom (Patienteninformation)
Abbildung: Medtronic       

Diagnostisch ist häufig schon das EKG (Nachweis der sog. Delta-Welle). Die Langzeit-EKG Diagnostik und vor allem EKGs, die im "Anfall" geschrieben werden, sind diagnostisch Wegweisend. Besteht Unklarheit, kann im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung mittels elektrischer Stimulation die Rhythmusstörung meist ausgelöst werden. Von der Lage und den Leitungseigenschaften des Zusatzleitungsbündels hängt ab, wie viel Herzmuskelgewebe vorzeitig erregt wird. Die Lage im EKG (Ableitung) und vor allem die Größe der Delta-Welle hängt von diesen Parametern ab (Abb. s.u.). 

 
 

WPW: eine Reentry-Tachykardie

Unter einer Reentry-Tachykardie versteht man eine Tachykardie, bei der es zu einer "kreisenden Erregung kommt. Die Voraussetzung hierfür ist, dass es für dieses Kreise zwei Pfade gibt: einen mit langsamer und einen mit schneller Leitfähigkeit.Für eine kreisende Erregung ist es wichtig, dass sich das Herzmuskelgewebe nach einem elektrischen Impuls unterschiedlich schnell wieder regeneriert. Die Zeit, die eine Herzmuskelzelle benötigt, um wieder erregbar zu sein, nennt man Refraktärzeit. Diese Unterschiede in der Refraktärzeit sind das "Substrat" für eine kreisende Erregung. Bei allen therapeutischen Maßnahmen wird daher versucht, die Refraktärzeit zu verändern oder das zu langsam oder zu schnell leitende Gewebe zu veröden (Ablation). 

Isar Herz Zentrum München: kreisende Erregung bei WPW-Syndrom (Patienteninformation)
Abbildung Medtronic   

Wie kann das WPW-Syndrom behandelt werden? 

Neben den o.a. rein symptomatischen Maßnahmen besteht die Möglichkeit zur medikamentösen Behandlung (z.B. mit Ajmalin oder ggf. Flecainid). Die zusätzlichen Leitungsbahnen können mittels der Katheter-Ablation verödet werden. Der Patient ist dann meist nach einem Eingriff geheilt. Die Ablationsbehandlung ist im Regelfall nur mit einem geringen Risiko verbunden. Es gibt allerdings Leitungsbahnen, die sehr versteckt liegen.

   

 

 

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