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Radio-Frequenz Ablationstherapie bei Vorhofflimmern

Was passiert bei einer Ablation?

Wenn medikamentöse Therapieansätze nicht greifen, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Ablations-Behandlung durchgeführt werden. Ziel jeder Vorhofflimmer-Behandlung (Vorhofflimmer-Ablation) ist die elektrische Isolierung der Eintrittsstellen der vier Lungenvenen vom Gewebe der linken Vorkammer (Lungenvenen-Isolation). Denn meist liegt die Ursache für das Vorhofflimmern im Gewebe hinter diesen Eintrittsstellen. Dort entstehen elektrische Impulse, die das Herz aus dem Takt bringen. Die Vorhofflimmer Therapie ist vor allem für die Patienten geeignet, die deutliche Symptome verspüren, leistungsgemindert sind und bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, den Sinusrhythmus mit einer Ablationstherapie zu erhalten. Die unterschiedlichen Behandlungsansätze verfolgen das Ziel, zwischen dem Gewebe der Lungenvenen und dem eigentlichen Vorkammer-Gewebe Narbenareale zu erzeugen.

 
Katheter Ablaltion: Ablations-Katheter (blau unten) und diagnostischer Lasso-Katheter (oben) liegen im Eingang der Lungen-Vene. Abb. Medtronic   Lungenvenenisolation: Die roten Punkte markieren die Einzelnen Ablations-Areale.

Diese bilden für die störenden Impulse eine unüberwindbare Barriere. Für einen Therapieerfolg ist hierbei aber wichtig, dass keine Lücken zwischen den punktförmigen Narbenzonen verbleiben, denn nur eine zusammenhängende Narbenlinie gewährleistet langfristig die elektrische Abtrennung der Lungenvenen.

Bei wem kann oder sollte eine Ablationsbehandlung durchgeführt werden?

Nach den neusten Leitlinien (Empfehlungen) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) ist die Katheterbehandlung von Vorhofflimmern als Therapiemöglichkeit der ersten Wahl bei paroxysmalem (gelegentlichem) Vorhofflimmern bei Patienten ohne oder mit minimaler struktureller Herzerkrankung. Sie stellt zudem eine Therapiemöglichkeit nach erfolglosem antiarrhythmischem Therapieversuch dar. 

Die Vorhofflimmer-Ablationsbehandlung findet in der Regel nicht in Vollnarkose, sondern unter medikamentöser Sedierung (Dämmer-Schlaf) statt. Über Venen in der Leistengegend werden im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) steuerbare Katheter bis in den linken Vorhof gelegt. Mit speziellen Diagnostik Kathetern können die Vorhofflimmer-Potenziale in den Lungenvenen lokalisiert und nachgewiesen werden. Die Form dieser Katheter ist an die spezielle Anatomie der Lungenvenen angepasst. Einige Typen erinnern z.B. in der Form an ein Lasso (Lasso Katheter(s. Abb. rechts). Diese Katheter schmiegen sich den Lungenvenen eng an und sind besonders geeignet, kleine Ströme in den Lungenvenen zu messen. So kann sichergestellt werden, dass nach Abschluss der Ablationsbehandlung keine Ströme mehr aus den Lungenvenen an den Vorhof weitergeleitet werden.

Vorhofflimmer Ablation: 3D mappingFür eine erfolgreiche Ablations-Therapie ist die genaue Kenntnis der Lungenvenen-Anatomie wichtig. Daher werden heute im Vorfeld einer Ablationsbehandlung genaue Bilder des linken Vorhofes angefertigt. Als Verfahren kommen vor allem die Computertomographie, neuerdings aber auch die Magnetresonanztomographie oder die 3D-Echokardiographie zum Einsatz. Der dreidimensionale Datensatz des linken Vorhofs kann dann in die Katheteranlage eingespielt werden und dient zur Orientierung der Ablationsbehandlung. Hierzu wird die Lage der Ablations- und Diagnostik-Katheter mit den Bilddaten der Katheteranlage und den dreidimensionalen Datensatz räumlich in Einklang gebracht. Der Untersucher kann dann in einem virtuellen 3D Bild die eigentliche Ablationsbehandlung durchführen. Kontinuierlich wird dem Untersucher hierbei die Lage der Katheter in Bezug auf die anatomischen Strukturen dargestellt. Moderne Computertechnik macht es möglich, das Atembewegungen und die Bewegung des Herzens kontinuierlich herausgerechnet werden. Dadurch erhält der Untersucher ein stabiles Bild, somit können die Zielpunkte der Ablationsbehandlung sicher festgelegt werden. Der Computer zeigt dem Untersucher zudem die Orte, an denen bereits ein Therapie-Punkt gesetzt wurde (FILM). Dies soll sicherstellen, dass eine durchgängige Narbenlinie entsteht. Bei der Ablationsbehandlung werden drei grundsätzliche Prinzipien unterschieden:

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