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Moderne Therapie bei Bluthochdruck: Renale Sympathicus-Denervation

Verödungs-Behandlung von Nieren-Nerven - ein innovatives Therapieverfahren bei schwer behandelbarem Bluthochdruck greift am Sympathikus-System an - neue Behandlungsmöglichkeiten am Isar Herz Zentrum in München

Bei bestimmten Formen des medikamentös schwer behandelbaren Bluthochdrucks besteht die Möglichkeit einer Katheterbehandlung, der so genannten renalen Sympathicus Denervation. Patienten, bei denen auch eine Mehrfachkombination von Blutdruckmedikamenten (>3 Medikamente) nicht zu einer befriedigenden Senkung des Bluthochdruckes führt, können für die neue Behandlungsform geeignet sein. Bei diesem Eingriff werden feinste Nervengeflechte, die um die Nierenschlagader verlaufen durch die Applikation von Strom-Impulsen verödet. Diese Nervengeflechte enthalten überwiegend sympathische Nervenfasern, die für die Ausschüttung von Blutdruck erhöhenden Hormonen verantwortlich sind. Durch die Ausschaltung dieser Nervenfasern kann der Blutdruck  gesenkt werden. Im Vorfeld dieser Behandlung müssen eine Reihe von Untersuchungen erfolgen, um zu entscheiden, ob bei einem Patienten dieses Verfahren eingesetzt werden kann. 
 

Renale Denervation: Verlauf von Nervenimpulsen Renale Sympaticus Denervation: Radiofrequenzstrom Abgabe
Nervenimpulse von und zu der Niere laufen als feines Geflecht um die Nierenarterien. Die Nerven des sog. sympathischen Nervensystems sind an der Enstehung von Bluthochdruch maßgeblich beteiligt. Mittels eines Spezialkatheters kann Radiofrequenz-Strom ín der Nierenschlagader abgegeben werden. Dadurch werden die sympathischen Nerven verödet, der Blutdruck sinkt.

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

Der Eingriff wird in einem Katheterlabor durchgeführt. Über ein Blutgefäße in der Leiste wird ein Katheter eingeführt, der über die Bauchschlagader bis zu den Nieren vorgebracht wird. Es handelt sich um einen Katheter mit einer Elektrodenspitze, die hochfrequente Energie abgibt. Die Behandlung beginnt nahe der Gefäßteilung vor der Niere und wird an mehreren (meist vier bis sechs) Stellen entlang des Gefäßes in Richtung Bauchschlagader durchgeführt.Damit das Blutgefäß nicht geschädigt wird, erfolgt die Ablationsbehandlung spiralartig. So werden möglichst viele Nerven verödet, das Blutgefäß nicht geschädigt. An jeder Stelle verbleibt der Katheter für zwei Minuten, um die hochfrequente Energie abzugeben und so die sympathischen, autonomen Nervenfasern zu unterbrechen. Es werden hintereinander beide Nieren behandelt. Der Eingriff dauert insgesamt etwa 45 – 60 Minuten. Die Komplikationsrate ist sehr gering. Der Eingriff wird in so genannter Teilnarkose (tiefe Sedierung) durchgeführt.

In klinischen Studien konnte durch diese Ablation-Behandlung eine Absenkung des systolischen arteriellen Blutdrucks um etwa 25mmHg gezeigt werden - ein Effekt der auch am Ende der Nachbeobachtungsphase (2 Jahre) nachzuweisen war. Auch die Sicherheit dieses neuen Therapieverfahrens konnte in klin. Prüfungen gezeigt werden. Langfristige Untersuchungsergebnisse liegen derzeit noch nicht vor. Wie bei jeder Katheteruntersuchung kann es an der Punktionsstelle der Schlagader zu Nachblutungen oder einer Gefäßverletzung kommen. Schwerwiegende Komplikationen bei diesem Eingriff sind selten. Wenn die Nierenfunktion bereits stark durch den Bluthochdruck geschädigt ist, kann die Verwendung von Röntgenkontrastmitteln, wie bei diesem Verfahren in der konventionellen Durchführung notwendig, zu einer weiteren Nierenschädigung führen. Am Isar Herz Zentrum kann in diesen Fällen ein spezielles Hybrid-Verfahren eingesetzt werden, bei dem die aktuelle Position der Ablations-Katheterspitze mit einem computergestützten Navigationsverfahren bestimmt werden. So kann Kontrastmittel gespart werden. Blutdruckspezialisten werden von in der Ablations-Therapie erfahrenen Experten bei dieser Behandlung unterstützt. 

Ist der Eingriff auch für Patienten mit vorgeschädigter Nierenfunktion geeignet?

Im Rahmen der Renalen Ablationsbehandlung muss zur Darstellung der Katheterposition bei konventionellen Ablationsverfahren Kontrastmittel appliziert werden. Bei schon vorgeschädigter Nierenfunktion können Kontrastmittelinjektionen die Nierenfunktion weiter schädigen. Daher haben wir am Isar Herz Zentrum ein neues Verfahren etabliert, bei dem auf Kontrastmittel weitgehend verzichtet werden kann. Es erfolgt zunächst eine 3D Bildgebung (MRT) der Nieren-Arterien. Dann wird der 3D-Datensatz mittels eines modernen Computerverfahrens für die Positionierung der Ablations-Katheter genutzt. "Diese Technik ist für die Ablationsbehandlung von Herzrhythmusstörungen schon lange etabliert. Neuerdings können wir das Verfahren auch nutzen, um mit wenig Kontrastmittel die renale Denervation durchzuführen. Dieses innovative Konzept erlaubt es uns, auch bei Patienten mit vorgeschädigter Niere (Niereninsuffizienz) eine Ablationsbehandlung durchzuführen. Bitte sprechen Sie uns auf dieses Verfahren an. 

Behandlungs-Team renale Denervation am Isar Herz Zentrum

 
Assoc. Prof. (McGill Univ. Montréal)

Dr. med. S. Waßmann

 

 

Video-Animation (Englische Sprache) mit freundlicher Genehmigung der Fa. Medtronic

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FAQ zur Renalen Sympathicus Denervation

folgt in Kürze

 

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