Vorsorge Herz-Kreislauf

Herzrhythmusstörungen

Herzkatheter

Herzklappen

Brustschmerz: Diagnostik,
Prävention, "check-up" / Herz-Check
Herzrasen, Herzstolpern Katheterdiagnostik Klappen-Sprechstunde
Luftnot: Pneumologie und Kardiologie, Lungenhochdruck Vorhofflimmern, Portal, Sport Ballondilatation, Stent Klappen-Diagnostik
Schwindel: Neurologie und Kardiologie Ablation, Laserballon, neue Therapie Renale Denervation bei Bluthochdruck Katheter-Klappen
Schlaganfall, "Gefäß-Check" Rhythmus-Sprechstunde Herzinfarkt: Diagnostik und Therapie Mitra-Clip
Diagnoseklinik Event Recorder Kreislauf- u. Gefäßerkrankungen TAVI (Katheter-Herzklappe)
       

Herz-Diagnostik

Behandlungsverfahren

Sonstiges

Anmeldung
Herzultraschall (2D, 3D, TEE, Stress) Katheter-Ablation, Laserablation aktuelles, news, Fortbildungen Parken,
Cardio-CT (Kalk-score, Angiographie) neue Techniken, Schlaganfall-Prophylaxe, Rhythmuschirurgie Über uns  
Cardio-MRT (inkl. Stress MRT), MRT bei Herzschrittmacher Herzschrittmacher, Defibrillator, Resynchronisationstherapie (CRT) Links zu Leitlinien erweiterte Sitemap
Zweite Meinung Vorhofohrverschluss (occluder) Fachgesellschaften, Kongresse  
Luftnot, PAH, Herz und Lunge home-monitoring, Telemetrie,
Gerinnungshemmer
Publikationen, Wissenschaft  
       
     

Schliessen

 

Hypertrophe Obstruktive Kardiomyopathie - HOCM

Die Hypertrophe Obstruktive KardioMyopathie (HOCM) gehört zu den angeborenen Herzerkrankungen, die nicht geschlechtlich abhängig vererbt werden kann. Durch die Mutation eines oder mehrerer Gene kommt es zu einer Verdickung der Herzwände. Dies kann sich auf bestimmte Abschnitte des Herzmuskels fokussieren (z.B. ASH oder das gesamte Herz betreffen. Meist bleibt diese Erkrankung lange unerkannt. Sypmptome können sein:

  • Luftnot bei Belastung
  • Herzrhythmusstörungen (z.B. Herzrasen)
  • Schwindel/Ohnmachtsanfälle (Synkopen)
Ist der Herzmuskel sehr stark verdickt, besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod. Gerade aus dem Leistungssport (Fußball) sind prominente Fälle bekannt, bei denen Sportler während eines Sportereignisses kollabieren und wiederbelebt werden müssen. Schutz bietet in vielen Fällen ein Defibrillator-System. Steht eine sehr fokale Verdickung im Bereich der Ausstrombahn der linken Herzkammer im Vordergrund (dynamische Ausflusstrakt-Obstruktion), kann neben einer medikamentösen Therapie mit einem ß-Blocker oder der Implantation eines Herzschrittmachers eine Ablations-Behandlung sinnvoll sein.
 

Diagnostik bei HOCM

Besteht der Verdacht auf eine hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie sollte eine Herzultraschall-Untersuchung (Echokardiographie) durchgeführt werden. Mit diesem Verfahren kann die Verdickung des Herzmuskels sowie deren funktionelle Relevanz (Verschluss der Ausstrombahn) sehr genau dargestellt werden. Im Ultraschall kann mittels der Farb-Doppler Echokardiographie schon in Ruhe eine Flussbeschleunigung im Ausflusstrakt dokumentiert und vermessen werden. Unter bestimmten Belastungsbedingungen (Pressen in den Bauchraum) oder z.B. nach der Gabe eines gefäßerweiternden Medikamentes (Nitro-Provokation) kann dann bestimmt werden, wie stark die Verengung am Ausgang der Kammer oder in der Kammer selbst (intraventrikuläre Obstruktion) ist. Unterstützend kann in manchen Fällen die Cardio-MRT Untersuchung eingesetzt werden. Sonderformen der Herzmuskelverdickung oder begleitende Veränderungen können gelegentlich echokardiographisch nicht darstellbar sein. Besteht im behandelnden Zentrum eine hohe Expertise in der Echokardiographie, ist nur in seltenen Fällen auch die Durchführung einer Herzkatheter-Untersuchung zur Diagnostik notwendig.  
 

Ablations-Behandlung bei HOCM (TASH)

Ziel der Ablationsbehandlung ist die Verödung des Herzmuskelgewebes, dass den Ausflusstrakt verengt. Die Ablation durch die Injektion von Alkohol (Alkohol-Verödung/TASH), durch Applikation von Hochfrequenz-Strom (Katheter-Ablation) oder auch chirurgisch (Myektomie) erfolgen. Bei der TASH erfolgt die Ablations-Behandlung der HOCM durch die selektive Injektion von Alkohol in ein kleines Blutgefäß. Über einen Katheter wird ein feiner Draht in einen kleinen Ast eines Herzkranzgefäßes vorgeführt. Über diesen Draht kann ein Ballon in dieses Gefäß eingeführt werden, über dessen Innen-Lumen Alkohol in genau den Abschnitt des Herzmuskels injiziert werden kann, der für die Verengung verantwortlich ist. Dadurch wird dieser Abschnitt verödet, das Blut kann nach einem erfolgreichen Eingriff wieder frei aus der Herzkammer ausgeworfen werden. Zur exakten Lokalisation des richtigen Blutgefäßes kommt am Isar Herz Zentrum die 3D-Kontrast Echokardiographie zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird ein sehr gut verträgliches Ultraschall-Kontrastmittel vor der Alkohol-Injektion über den Ballon-Katheter injiziert. Durch hochauflösenden Ultraschall kann so exakt das Gewebe markiert werden, das durch die Alkohol-Injektion verödet wird. So kann sehr exakt geplant werden, welcher Ast genau verschlossen wird. Die besonderen Eigenschaften der Ultraschall-Kontrastmittel erlauben hier eine ganz spezielle Diagnostik (s.a. Kontrast-Echokardiographie). 
 

Genetische Beratung

Im Rahmen unserer genetischen Sprechstunde bieten wir  für Betroffene und deren Familien-Angehörige eine weitergehende Untersuchung an. Dies ist insbesondere für Betroffene mit überlebtem plötzlichen Herztod wichtig, da auch nahe Angehörige von der Erkrankung betroffen sein können. Unsere Herz-Genetische Sprechstunde am Isar Herz Zentrum beantwortet gern die Fragen von Betroffenen und deren Familien-Angehörigen. 
 
Was heißt HOCM? Wie wird die HOCM behandelt? FAQ - HOCM

Herz-Team Isar Herz Zentrum

Prof. Dr. S. Wassmann