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Laser-Ballon: Neues endoskopisches Katheter-Ablationsverfahren bei Vorhofflimmern

Herzrhythmusstörungen gehören heute zu den häufigsten Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems. Die Rhythmologie hat sich im letzten Jahrzehnt zu einem eigenständigen, hochspezialisierten Bereich der Kardiologie entwickelt.Die Laserkatheterablation ist ein neues Behandlungsverfahren bei Vorhofflimmern, das im süddeutschen Raum zuerst im Isar Herz Zentrum etabliert wurde. Sie erlaubt die unmittelbare, endoskopische Sicht des Untersuchers (Kardiologe) auf die Einmündung der Lungenvenen. "Das ist ein neuer, sehr innovativer Ansatz in der Behandlung des Vorhofflimmerns. Erste Daten und unsere sehr guten Erfahrungen zeigen, dass dieses Verfahren das Potenzial für eine möglicherweise höhere primäre Erfolgsrate hat", so Dr. med. Turgut Brodherr vom Isar Herz Zentrum. Durch die direkte Sicht kann in erheblichem Maße Röntgenstrahlung eingespart werden, da z.B. auf eine Computertomographie vor dem Eingriff verzichtet werden kann.

Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen einer der vier Schwerpunktbereiche am Isar Herz Zentrum in München. Geleitet wird der Schwerpunkt für Rhythmologie von Herrn Dr. med. Turgut Brodherr

 
 

089 149903 6000  

 

Das Isar Herz Zentrum gehört zu den 3 Kliniken mit den meisten Laser-Ablationen bei Vorhofflimmern in Deutschland. 

Vorhofflimmern: CT unterstützt Darstellung der Veneneingänge bei Lungenvenenablation Ziel jeder Vorhofflimmer-Behandlung (Vorhofflimmer-Ablation) ist die elektrische Isolierung der Eintrittsstellen der vier Lungenvenen vom Gewebe der linken Vorkammer (Lungenvenen-Isolation: Grenzen im Bild rot markiert). Denn häufig liegt die Ursache für das Vorhofflimmern im Gewebe hinter diesen Eintrittsstellen. Dort entstehen elektrische Impulse, die das Herz aus dem Takt bringen. Die Ablation soll diese Impulse Beseitigen bzw. die Weiterleitung auf die Vorhöfe verhindern. Die unterschiedlichen Behandlungsansätze der Elektrophysiologie verfolgen das Ziel, zwischen dem Gewebe der Lungenvenen und dem eigentlichen Vorkammer-Gewebe kleineren Narbenareale zu erzeugen. Diese bilden für die störenden Impulse eine unüberwindbare Barriere. Für einen Therapieerfolg ist hierbei aber wichtig, dass keine Lücken zwischen den Narbenzonen verbleiben, denn nur eine zusammenhängende Narbenlinie gewährleistet langfristig die elektrische Abtrennung der Lungenvenen.
Während der Verödungsbehandlung unter der Verwendung konventioneller Katheter-Methoden hat der Operateur keinen direkten Blick auf die Einmündung der Lungenvenen. Die Röntgendurchleuchtung, computergestützte Navigations-Verfahren, bei denen vorher aufgenommene CT-Bilder mit Bildern der Röntgenanlage "fusioniert" werden und die Vermessung elektrischer Impulse dienen während der Verödungsbehandlung als Orientierung. Bei den meisten konventionellen Therapieverfahren muss das Gewebe hierbei Punkt für Punkt behandelt werden Das ist langwierig und kompliziert. Die Dokumentation bereits verödeter Areale geschieht meist indirekt durch computergestützte Verfahren (siehe Navigations-Verfahren). Die Schwierigkeit besteht darin, dass die gesamte Therapie über eine lange Schleuse von der Leistenvene aus durchgeführt wird. (Abb. Fa. Cardiofocus)
Laser-Ballon: Neue Technik zur Therapie des Vorhofflimmerns Der Laserballon-Katheter besteht aus dem Katheter Schaft und dem eigentlichen Ballon. In den Katheterschaft ist ein Endoskop eingearbeitet. Mit diesem Endoskop kann der Untersucher durch den Ballon hindurchsehen. Da Blut in der linken Vorkammer die Sicht stören würde, wird der Ballon in den Lungenvenen-Eingang vorgeschoben und durch leichten Druck in Richtung Lungenvenen das Blut am Lungenvenen Eingang verdrängt. Hierdurch hat der Untersucher durch den Ballon hindurch freie Sicht auf den Lungenvenen Eingang. Mit einer Lichtquelle kann der Untersucher den späteren Zielpunkt des Laser-Strahls festlegen und die spätere Behandlung im Vorfeld schon einmal simulieren. Auch die eigentliche Behandlung mit dem Behandlungs-Laser erfolgt unter Sicht (endoskopische Vorhofflimmer Ablation). (Abb. Fa. Cardiofocus)
Laser Ablation: Ballonkatheter ermöglicht neues Behandlungsverfahren bei Vorhofflimmern Der Behandlungserfolg wird wie bei den konventionellen Behandlungsverfahren mit einem so genannten Mappingkatheter kontrolliert. Die Laserbehandlung des Vorhofflimmerns mittels Ballon-Katheter ist ein neuer Therapieansatz. Von der visuellen Kontrolle über das intrakardiale Endoskop verspricht man sich, dass die Ablationspunkte "nahtloser" gesetzt werden, als es mit dem Standardverfahren mittels Hochfrequenzstrom-Ablationskatheter möglich ist. Die ersten verfügbaren Daten unterstützen diese Annahme. Ob die Rückfallquote des Vorhofflimmerns mittels Laserablation aber tatsächlich günstiger ausfällt als nach Anwendung anderer Verfahren, werden zukünftige Studien zeigen müssen.
Video: Blick durch das Endoskop auf den Lungenvenen - Eingang. Man sieht deutlich wie durch den Ballon das pulsierende Blut zurückgehalten wird. So kann der Laser optimal positioniert werden und der Therapieimpuls ohne störendes Blut zwischen Laser-Optik und Lungenvenengewebe abgegeben werden.

Die möglichen Komplikationsgefahren einer Ablationstherapie, wie das Auftreten eines Perikardergusses, ein intraprozeduraler Schlaganfall oder aber eine Verletzung umliegender Strukturen wie beispielsweise von Nerven (z.B. nervus phrenicus) bestehen auch bei der Laserablation. Die Komplikation einer Pulmonalvenenstenosierung - wie Sie bisher für alle anderen Verfahren der Ablationsbehandlung beschrieben worden sind - ist bisher bei der  Lasertherapie nicht aufgetreten. Der direkte Blick auf die Lungenvenen ist wohl der wichtigste Vorteil für dieses Verfahren. Der Untersucher hat die Möglichkeit, den Laser durch optische Kontrolle zu steuern (Abbildung hier). Der Ballonkatheter sorgt dabei für den Eingriff für Blutleere rund um den Lungenveneneingang: "Das ist ein großer Vorteil dieser Methode," so Dr. Brodherr vom IHZ. "Frühere Anwendungen mit Laser am Herzen waren weniger erfolgreich, da der Blutstrom zu einer unkontrollierbaren Kühlung der Verödungsareale führen kann, so dass der Ablationserfolg meist relativ schlecht war. Da ohne umströmendes Blut gearbeitet werden kann, entfällt dieser Kühlungseffekt: Die Ablationsareale können hochpräzise gesetzt werden und somit ein sehr guter Primärerfolg erzielt werden". 

Das Laser-Verfahren ist ein neues Therapieverfahren, größere klinische Studien, die insbesondere den Langzeitverlauf betrachten, gibt es bislang noch nicht. In einer ersten Studie mit 200 Patienten ("Pulmonary Vein Isolation Using the Visually-Guided Laser Balloon: The First 200-Patient Multicenter Clinical Experience") waren 99% aller Pulmonalvenenisolationen mittels Laserablations-Katheter primär erfolgreich. Von diesen Patienten hatten nach einem halben Jahr 65% nach einem einzigen Ablationseingriff kein Vorhofflimmern mehr entwickelt. Des Weiteren fanden sich für den Eingriff eine niedrige Komplikationsrate, auch hinsichtlich Schlaganfallfreiheit, Pulmonalvenenstenose und Vorhof-Ösophagus-Fistel. Das Isar Herz Zentrum ist mit anderen führenden internationalen kardiologischen Zentren dabei, umfassende klinische Daten zur intraatrialen Laseranwendung zusammenzutragen und auf den kommenden wissenschaftlichen Konferenzen vorzustellen.

http://www.apotheken-umschau.de/Herzrhythmusstoerungen/Herzrhythmus-Stoerungen-Hilfe-durch-einen-neuen-Katheter-145407.html 

http://www.cardiofocus.com/esc_2012_eu_details.html

http://www.cardiofocus.com/media_library_eu.html

http://www.rhythmo-update.com/referenten/92-thorsten-lewalter

http://www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/patienten/patienteninformation/autoren/lewalter.php

http://www.aerzteblatt.de/archiv/treffer?archivAutor=Lewalter%2C+Thorsten

Weitere Informationen finden sie hier.

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